Am Sonntag, 31. Mai 2026 trafen sich Liebhaber des Senioren-Trial in Sulz am Eck beim MSC „Falke“ im weiträumigen Trialgelände Lengenloch. Die teils schon gesteckten Sektionen für die Süddeutsche Meisterschaft im Fahrradtrial am 20. und 21. Juni ließen Götz Wilhelm und seinen Helfern genügend Platz für 13 Sektionen. Eine Sektion wurde doppelt angelegt, zum einen nur für die rote Spur und zum anderen für Schwarz und Grün.
Die Sektionen waren ohne Begrenzungsbänder und nur mit durchnummerierten Toren gesteckt. Der Vergleich ist zwar etwas vermessen aber man kennt diese Art zu stecken schon lange, bei vielen traditionellen Großveranstaltungen z.B. den Scottish Trials. Ohne Begrenzungsbänder ist genaues Anschauen und Einprägen der Abfolge der einzelnen Schwierigkeiten wichtig. Man hat die Möglichkeit durch weiträumiges Anfahren eines Tores eine bessere Position vor dem Hindernis einzunehmen. Entsprechend dem Ansinnen der Seniorentrialer konnte man so bei einigen Toren mehr oder weniger selbst entscheiden die Schwierigkeit durch enges Anfahren zu Erhöhen oder doch einfacher mit einem größeren Bogen. Zu beachten ist die Gefahr des Spurkreuzens. Ein Vorteil ist das Einsparen von Begrenzungsband zum einem beim Bau und Abbau der Sektionen, zum anderen entsteht wesentlich weniger Abfall.
Am Vortag waren schon eine größere Anzahl Teilnehmer angereist. Man traf sich abends beim gemeinsamen Grillen mit vielen Anekdoten zur „Trialerei“ und sonstigem.
Sonntags ging es bei sehr warmem und sonnigem Wetter, nach der Begrüßung mit großem Dank an alle Helfer von Götz und Guido, los. Um 11 Uhr startete man in die Vormittagsrunde.
Bei freier Sektionswahl verteilten sich die einzelnen Gruppen sogleich über das ganze Gelände.
Der Schwierigkeitsgrad war für alle Spuren gut gewählt. Die Sektionen 1 bis 8 waren unten im Wald und angrenzend. Drei Sektionen davon am Steilhang mit Wurzeln und engen Kehren als reine Fahr-, Natursektionen, ohne künstliche Hindernisse, gesteckt. Sowas gibt es leider immer seltener und erinnerte viele an Trials aus früheren Zeiten. Zum Glück war es trocken und damit alles gut zu befahren. Bei Nässe und Regen wandeln sich freiliegende Wurzeln in rutschige und sehr viel schwerer zu fahrende Hindernisse. Oben in den Steinhecken gab es 2 Sektionen mit Felsstufen und engen Kehren zwischen den Steinen hindurch. 2 Sektionen waren auf den künstlichen Hügeln bei Start und Ziel versehen mit Steinstufen und eng anzufahrenden Auf- und Abfahrten.
Dort, in den angrenzenden Vereinsgebäuden war auch die sehr gute Bewirtung, unter Federführung von Guido Steffens, untergebracht.
Nach kurzer Absprache, die Sektionen nochmals in der gleichen Richtung zu durchfahren, startete man um 14 Uhr zur Nachmittagsrunde.
In allen Spuren zusammen nahmen 50 Fahrer und Fahrerinnen teil. Die Auswertung der Fehlerpunkte machten Irene, Carmen und Harald in Vertretung von Andreas. Das Runden-Ergebnis von gesamt minimal 3 Fehlerpunkten in der grünen Spur, 2 in der schwarzen und 1 in der roten zeigt, dass die Sektionen genau richtig gesteckt waren. Alle waren begeistert, auch den weit angereisten Gressenicher und die bayrischen Trialfreunde vom 1. Münchner Trial-Club. Man freut sich schon auf das nächste Jahr, wo es hoffentlich wieder ein Seniorentrial in Sulz gibt.
Konrad Proß
